Angela Winkler

1944 in Templin geboren, hat am Theater unter anderem mit Peter Stein, Klaus Michael Grüber, Luc Bondy, Peter Zadek, Katrin Henkel, Christoph Schlingensief, Romeo Castelucci und Simon Stone zusammengearbeitet. In der Regie von Peter Zadek spielte sie am Burgtheater Wien in Tschechows „Ivanow“ (1990) und „Der Kirschgarten“ (1996), in Ibsens „Rosmersholm“ (2002) und 1999 bei den Wiener Festwochen in seiner Hamlet-Inszenierung die Titelrolle. Mit Robert Wilson arbeitete sie am Berliner Ensemble in den Produktionen „Wintermärchen“ (Shakespeare), „Dreigroschenoper“ (Brecht/ Weill ) und „Lulu“ (Wedekind).  In der „Dreigroschenoper“ spielte sie von 2007 bis 2020 die Rolle der Jenny und tourte damit weltweit. Ab November 2021 spielte sie neben Joachim Meyerhoff die Mutter in der Jan-Bosse-Inszenierung von Christian Krachts Roman „Eurotrash“. Bei den Salzburger Festspielen feierte Angela Winkler im Sommer 2025 Premiere mit Barrie Koskys Oper „Hotel Metamorphosis“ (nach Ovid). Als leidenschaftliche Sängerin veröffentlichte sie die CD „Ich liebe dich, kann ich nicht sagen“ mit Chansons unter anderem von Brecht/Weill, Barbara und Edith Piaf. Ihr Repertoire reicht von der Klassik wie Schubert und Schumann bis zur Moderne, zu Eisler, Weill, Lou Reed und David Bowie. Im Herbst 2019 erschien ihre Autobiographie „Mein blaues Zimmer“ bei Kiepenheuer & Witsch, das 2025 als Hörbuch veröffentlicht wurde. In der Welt des Films machte sie die Titelrolle in Volker Schlöndorffs Verfilmung des Heinrich Böll Romans „Die Verlorene Ehre der Katharina Blum“ zum Star. 1979 folgte dann ein weiterer großer Erfolg als Mutter in Volker Schlöndorffs Verfilmung „Die Blechtrommel“ nach dem Roman von Günter Grass. Der Film wurde mit der „Goldenen Palme“ in Cannes und dem „Oscar“ prämiert. 2018 spielte sie an der Seite von Tilda Swinton in „Suspiria“, im selben Jahr war sie auch in der Netflix Erfolgsserie „Dark“ zu sehen. 2025 drehte sie erneut mit Volker Schlöndorff – diesmal „Heimsuchung“ nach dem Roman von Jenny Erpenbeck), außerdem eine Neuverfilmung von „Mädchen in Uniform“ unter der Regie von Justina Jürgensen. Im selben Jahr übernahm sie die Titelrolle in „Frau Winkler verlässt das Haus“ unter der Regie von Doris Dörrie.

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