Nachruf Ulrike Barthruff

Ulrike Barthruff und ihren Mann Volker Jeck lernte ich Anfang der 90iger Jahre durch Monika Hirschle kennen, die ein schönes und sehr witziges, lebendiges Stück für vier Frauen geschrieben hat. Volker inszenierte die „Weiberwirtschaft“ – die auch vom SWR aufgezeichnet wurde – und ab da gehörte das Team Barthruff/Jeck auch zum Theater der Altstadt. Ulle war ein feiner Mensch, eine um Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit bemühte Schauspielerin, die sich ernsthaft und mutig mit ihren Rollen auseinandersetzte. – Ihre Umsetzung als alternde Bäuerin in „Mei Lebtag“ von Fitzgerald Kusz, das immer nur 15 Zuschauer auf unserer Galerie besuchen konnten, war ein Kabinettstückchen der Schauspielkunst!
Ulles – zu früher Abschied – ist für ihre zurückbleibende Familie, ihre Freunde und Kollegen, für alle Ulle-Fans und auch das Theater ein Verlust. Sie war eine besondere Frau, mit der nicht nur Theater spielen, sondern auch sich zu unterhalten, zu streiten, zu diskutieren und besonders zu lachen (!!!), unglaublich schön war und gut getan hat…. die Erinnerung tut jetzt weh, denn zu Vieles konnten wir uns nicht mehr sagen – und Ulle ist viele, viele tausend Erinnerungen wert! Ich freue mich über die schönen Erinnerungen, die überall zu lesen sind; sie hat sie mehr als verdient – und, ja, jetzt ist sie endlich wieder mit Volker vereint, den sie über alles geliebt hat. Es war schön, diese beiden „durch und durch Theatermenschen“ gekannt und mit ihnen befreundet gewesen sein zu dürfen!