Die Geliebte meines Mannes

Kriminalkomödie von Lars Lienen

Die Gegenwart. „Über den Wolken“ – ein Appartement im teuersten Wohnviertel Stuttgarts. Anwesende: Ramses, ein „diabolisch teurer“ Mops, Millionär und Knackwurst-König Otto Köstner und seine Gattin Katharina Köstner-Fallbrink, genannt Kitty. ES KLINGELT! Damit nimmt der ohnehin schon schlechte Tag von Kitty eine noch unangenehmere Wendung. Denn es erscheint Charlotte Zensfeld-Brönn, genannt Sherry, die behauptet, einen Termin mit Kittys Mann zu haben. Zwischen den beiden Frauen entsteht ein spannungsgeladenes Katz- und Maus-Spiel mit unberechenbarem Ausgang…

Das Stück von Lars Lienen zeigt mit schwarzem Humor, bissigen Dialogen und skurrilen Situationen die zahlreichen Facetten von Macht, Intrigen und Gewalt in einer oberflächlichen, von Geldgier beherrschten Oberschicht. Ohne Rücksicht auf Verluste dekonstruiert er vor dem Zuschauer den Traum vom perfekten Leben und – ganz nebenbei – das Bild der „GoldDiggerin“.

Wiederaufnahme am 13. Oktober 2021

Ehefrau trifft Seitensprung

Auch das Theater der Altstadt war während des Lockdowns nicht untätig und hat ein neues Stück produziert, das nun seine Premiere feiern durfte. Mit „Die Geliebte meines Mannes“ von Lars Lienen setzt man gute Tradition schwarzer Komödien an dem kleinen aber feinen Theater fort, die dort immer wieder als eine Spezialität auf dem Spielplan stehen.  […] Susanne Heydenreich und Tina Rottensteiner als Kitty und Sherry erweisen sich als perfekt eingespieltes Duo infernale […]. Bemerkenswert fokussiert und zügig rollt die Handlung temporeich ab und verzichtet oft auf die durchaus möglichen billigen Späße […]. […] So passt dieses Stück absolut in die Zeit, ein schöner Auftakt nach langer Durststrecke, niveauvoll, vergnüglich und mit einer nicht erwarteten Schlusspointe.

Zwei Frauen mit niederen Instinkten

Leichte Unterhaltung: Im Theater der Altstadt in Stuttgart hat „Die Geliebte meines Mannes“ Premiere gefeiert  […] Großartige Susanne Heydenreich

Das Frauenbild, das der Schauspieler und Autor Lars Lienen in „Die Geliebte meines Mannes“ zeichnet, ist ziemlich aus der Zeit gefallen. […] Wie sie [Susanne Heydenreich] mit ihrer prägnanten Stimme ihre Spitzen gegen Konkurrentin Sherry (fix und schön durchtrieben: Tina Rottensteiner) austeilt, in einer herrlichen Schmierenkomödienszene falsches Mitleid mit der ebenfalls betrogenen Sherry wie Honig tropfen lässt, das macht dann doch Spaß beim Zuschauen.

„Ach, was Leichtes, das tut jetzt doch richtig gut“, sagt die Nachbarin bei der Premiere im Theater der Altstadt. Vielleicht hat die Schauspiel-Intendantin Susanne Heydenreich doch den richtigen Griff mit der Wahl dieses Stücks gemacht, das eben nur auf das leichte bis seichte Unterhaltung zielt? Die Inszenierung hat die Crew als Teamwork gestaltet: „Nasumo Levech“ steht als Regisseur im Programmheft – ein Konglomerat aus Bestandteilen der Namen von Dramaturgin Nathalie Veit, Susanne Heydenreich und Monika Hirschle, der Stuttgarter  Mundart-Komödiantin mit Regieerfahrung. Dieser engen Freundin des Hauses dankt Susanne Heydenreich bei ihrer sehr anrührenden Ansprache nach der Premiere ganz besonders. Möglicherweise ist Hirschles Anteil groß, dass aus einem arg flachen Stoff immerhin ein amüsanter Schauspielerinnen-Abend geworden ist. 

Von und Mit

Mit Susanne Heydenreich, Tina Rottensteiner – Ruben Dietze

Regie Nasumo Levech
Bühne Thomas Mogendorf
Kostüme Sibylle Schulze
Dramaturgie Nathalie Veit
Regieassistenz Lorena Saur

Aufführungsrechte: Cantus Theaterverlag

Tickets und Preise

Eintrittspreis 23 € auf allen Plätzen

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